Zwischenbericht 2017

Liebe Vereinsfrauen


„Igfädlet“ ist das diesjährige Stichwort der Interessengemeinschaft für einen Zwischenbericht. „Wir verstehen unsere Arbeit als „work in progress“. Unsere Arbeit beinhaltet verschiedenste Ansätze wie: forschen – interpretieren- sammeln – dokumentieren – bewahren - ausstellen vermitteln - auseinandersetzen – inszenieren. So steht es in unserem Grundlagenpapier.

So haben wir mit Freude die Gelegenheit wahrgenommen, die Situation der Frauen in der Stickerei im Rheintal darzustellen. Dies als Teil der Ausstellung: „Grenzland - Jakob Rohner und die Stickereizeit im Rheintal“, die vom 29. April bis 28. Oktober 2017 im Museum Prestegg, Gerbergasse 2 in Altstätten zu sehen sein wird.

Marcel Zünd, der Kurator, hat uns diese Möglichkeit vermittelt und uns von Beginn an Vertrauen geschenkt, was uns die grosse Arbeit, die auf uns zukam, sehr erleichtert hat. Jede von uns Vorstandsfrauen hat sich auf ihre Weise ins Thema eingearbeitet. Dann haben wir ein Konzept aufgestellt, verändert und überarbeitet. Dabei konnten wir uns auf die bereits  bestehenden Forschungen von Heidi Witzig und Jolanda Spirig stützen. Auch in Elisabeth Gerter‘s Buch „ Die Sticker“ gab es wertvolle Informationen. Selbstverständlich bezogen wir auch die weiteren Forschungen zur Stickerei mit ein.

Im Moment befinden wir uns in der Abschlussphase, die, wie bei allen Projekten besonders viel Energie benötigt. Wir sind daran, zu unseren Darstellungen in Schriften und Fotos Objekte zu suchen, die „auf den Tisch“ kommen sollen. Damit möchten wir Erinnerungen und Assoziationen wecken, den Museumsbesuch zum Erlebnis, zur Herausforderung und zur Begegnung werden zu  lassen.  Wir möchten Erinnerungs- und Denkverbindungen ermöglichen und vielleicht auch den einen oder anderen Wissenszuwachs ermöglichen, der die dargestellte Zeit in einem anderen Licht erscheinen lässt und so eine andere Sichtweise des Geschehenen ermöglicht. Wir versuchen einen Blick zu ermöglichen, der die Sicht auf unsere Mütter, Grossmütter und Urgrossmütter vielleicht „ein bisschen verändert“.


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Wir würden uns freuen, wenn Sie die Möglichkeit nutzen, sich diese Ausstellung anzusehen. Wir freuen uns auf Reaktionen, auf Geschichten, welche die Geschichte der Frauen in der Stickerei aufleben lassen, vielleicht gar Vergessenes wieder sichtbar machen, Unbekanntes zu Tage fördern. Es ist spannend geworden, Frauenleben auf dem Hintergrund der Zusammenarbeit mit ihren Männern in Glanz und Elend nachzugehen und sichtbar zu machen.


Für den Vorstand IG Frau und Museum

Martha Beéry